Diclofenac

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Auf den Packungen rezeptfreier Schmerzmittel soll demnächst folgender Warnhinweis ­stehen: „Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!“ Dieser nichtssagende Satz ist der kleinste gemeinsame Nenner einer dubiosen Vorgeschichte.

Gicht kann einen plötzlich erwischen und zu einer äußerst schmerzhaften Schwellung eines Gelenks führen. Rasche Abhilfe ist möglich. Aber die Therapie für einen akuten Anfall unterscheidet sich wesentlich von der Dauerbehandlung der Gicht (siehe S. 10). Wir nennen deshalb ein paar nützliche Einzelheiten.

Viele Arzneimittel, die das Abnehmen erleichtern sollten, mussten in den vergangenen Jahrzehnten bald nach der Zulassung und Markteinführung wieder aus dem Handel gezogen werden. Am häufigsten geschah dies, weil die Präparate das Herz-Kreislaufsystem schädigten.

Voltaren® mit dem Wirkstoff Diclofenac ist ein Klassiker unter den Schmerz- und Rheumamitteln. Mit 17,5 Millionen Packungen nimmt es Rang 3 der meist verkauften Arzneimittel ein.

Gicht verursacht quälende Schmerzen in den Gelenken. Früher galt sie als Krankheit der Reichen und des Adels, vermutlich waren üppige Speisen und Alkohol mitverantwortlich.

Marathonläufer sorgen offenbar vor – aber falsch! In Bonn nahm jede/r zweite ein rezeptfrei erhältliches Schmerzmedikament ein, bevor er oder sie an den Start ging.

Leserbriefe, Flector Schmerzpflaster, Birke gegen Gicht?

Es ist kein Geheimnis, dass große Mengen von Arzneimitteln in die Umwelt und von dort auch ins Trinkwasser gelangen.

Tips zur Auswahl rezeptfreier Präparate. Die deutschen Apotheken führen mehr als 250 rezeptfreie Schmerzmittel. Dieses anscheinend vielfältige Angebot täuscht jedoch darüber hinweg, dass es nur wenige schmerzdämpfende Wirkstoffe zur Selbstmedikation gibt. Häufig genutzt und bewährt sind vor allem Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol sowie Naproxen. Ibuprofen und Naproxen sind in höheren Dosierungen zur Behandlung rheumatischer Schmerzen verschreibungspflichtig. Aufgeplustert wird das Schmerzmittelangebot vor allem durch Generika („Kopien“, siehe GPSP 5/2006, S.”Ż10) und Kombinationspräparate, die mehrere Bestandteile enthalten.

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Veröffentlicht: 6. Juli 2017

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