Ausgabe Nr. 6 November/Dezember 2019


diesmal fängt es ganz praktisch an. Nicht wenige Menschen bekommen einen Defibrillator eingepflanzt. Doch wie funktioniert so ein Gerät überhaupt? Mehr dazu erfahren Sie auf S. 4.

Einer Untersuchung der Menschenrechtsorganisation Privacy International zufolge lässt der Datenschutz auf einigen Internetseiten rund um das Thema Gesundheit sehr zu wünschen übrig.

Ein implantierter Defibrillator, kurz ICD oder „Defi“, ist lebensrettend, wenn das Herz viel zu schnell schlägt oder nur noch flimmert und damit zu wenig oder gar kein Blut mehr pumpt. Er gibt dann elektrische Impulse an das Herz ab. Danach kann es wieder im gewöhnlichen Rhythmus schlagen. Wer schwer herzkrank ist, sei es etwa durch Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt, und ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod durch Rhythmusstörungen hat, kann von einen ICD profitieren.

Wiederholt hat GPSP vor dem Schöllkrauthaltigen Mittel Iberogast® gewarnt:1 Bei der Anwendung des Magen-Darm-Mittels haben Patientinnen und Patienten teils schwere Leberschädigungen erlitten.

Ursprünglich stand die Elektronische Patientenakte (ePA) für alle Krankenkassenpatienten im Digitale-Versorgungs-Gesetz, das gerade im Bundestag verhandelt wird.

Neue Arzneimittel sind nicht automatisch besser, und meist wissen wir noch zu wenig über mögliche Risiken. Diese Faustregel bewahrheitet sich auch bei dem Gichtmittel Febuxostat.

Durch Alexander Fleming haben einige früher tödliche Infektionskrankheiten ihren Schrecken verloren: 1928 entdeckte er einen Wirkstoff, der das Wachstum von krankmachenden ­Bakterien hemmt. Das verdanken wir vor allem seinem Unwillen, im Labor Ordnung zu halten.

Edzard Ernst holt ganz weit aus: In seinem neuen Buch beleuchtet er alle Aspekte der sogenannten Alternativmedizin und zwar mit streng wissenschaftlichem Blick. Die Fakten werden dabei mit einer Prise feinsinnigen Humors präsentiert.

Ibuprofen ist ein bewährtes Schmerzmittel und bei kurzfristiger Einnahme gut verträglich. Ist es in Kombination mit Koffein noch wirksamer? Das suggeriert die Werbung.

Was E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Wasserpfeifen langfristig für die Gesundheit bedeuten, weiß derzeit niemand sicher. Was jedoch bekannt ist: Welche Stoffe beim Konsum entstehen und wie schädlich sie sind. Jüngste Berichte aus den USA haben viele Menschen aufgeschreckt.

Frankreich verpflichtet Arzneimittelhersteller, auf Präparaten mit dem Wirkstoff Paracetamol deutlich vor den Gefahren einer Überdosierung zu warnen.

Kommt in Deutschland ein neues Arzneimittel auf den Markt, ist es in der Regel vom IQWiG bewertet. Das gilt seit 2011 für nahe­zu alle neu zugelassenen Medikamente. Die zentrale Frage ist: Bringt es einen Zusatznutzen im Vergleich zu Medikamenten, die bereits am Markt sind? Ist es also besser, als das, was wir haben? Das Ergebnis der Bewertung ist für die Kostenerstattung der Krankenkassen maßgeblich.

In einer der ersten Ausgaben von Gute Pillen-Schlechte Pillen (2/2006, S. 9) haben wir geschrieben, dass Kava Kava in Deutschland nicht mehr verkauft werden darf. Schön wär’s!

In diesem Jahr sind hierzulande die großen Hitzewellen vorüber. Aber mit neuen ist zu rechnen und mit den gesundheitlichen Problemen, die diese Hitze – auch im Urlaub – insbesondere für ältere Menschen mit sich bringt.

Die Hormontherapie in den Wechseljahren wird zu Recht kritisch betrachtet. Fällt die Nutzen-Schaden-Bilanz günstiger aus, wenn Frauen statt Östrogen plus Gestagen nur das „bioidentische“ Hormon Progesteron als Creme verwenden?

Alles bleibt wie es war – oder doch nicht? Wer krank war, ging früher zum Herrn Doktor. Im Wartezimmer hieß es dann warten, denn der Herr Doktor ist ja immer sehr beschäftigt. Und endlich im Sprechzimmer sitzt hinter einem ausladenden Edelholzschreibtisch ein weißbekittelter Mann: erwartungsvoller Blick, ausgestreckte Hand … ganz der allwissende Herr Doktor.

Internetseiten von Selbsthilfegruppen locken immer wieder unseriöse Geschäftemacher an. In den Foren versuchen sie, ihre Produkte loszuwerden oder Patienten in fragwürdige Online-Kongresse zu locken. Wir haben mit der Journalistin Claudia Liebram über ihre Erfahrungen gesprochen. Sie betreut eine große Plattform für Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis).

Kann Kindern mit einer Erdnussallergie eine Hyposensibilisierung helfen, bei der sie regelmäßig eine kleine Dosis Erdnuss einnehmen? Schwer zu sagen: Zwar steigert eine solche Behandlung im Test die Verträglichkeit von Erdnüssen – sie erhöht aber insgesamt das Risiko für allergische Reaktionen.

Ein Biomarker-Test soll Frauen bei frühem Brustkrebs bei der Entscheidung helfen: Lohnen sich die Nebenwirkungen und Mühen einer Chemo – oder lässt sich darauf auch verzichten? Die Kassen zahlen den Test. Es sind jedoch noch einige Fragen offen, und für Betroffene gibt es bisher nur dürftige Informationen.

Oft ist es nicht einfach, bei medizinischen Behandlungen einen guten Überblick in Sachen Wirksamkeit zu bekommen. Hier können systematische Übersichtsarbeiten helfen, die alle relevanten Studien auswerten und zusammenfassen.

Die Behörden sind überfordert – nicht nur bei der Kontrolle von importierten Nahrungsergänzungsmitteln. Selbst die Überwachung im Inland funktioniert nicht, wie ein Fernsehteam jüngst aufdeckte.

Vielleicht sind Sie auch schon einmal beim Stöbern in YouTube auf diesen smarten jungen Mann vor Palmen gestoßen, der unter dem Motto „Fit for travel“ gesundheitliche Ratschläge für Fernreisen gibt.1 Klingt erstmal nach neutraler Information, ist aber Werbung. Und auch die dazugehörige Website bietet nur unvollständige Auskünfte.

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Ausgabe 2019/06




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