Krebs

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Wer an Krebs erkrankt, versucht oftmals seine Heilungschancen mit alternativen Behandlungsmethoden zu verbessern. Wir fragten den Krebsmediziner Richard Greil, warum das problematisch sein kann.

In letzter Zeit gab es wiederholt Berichte, wonach bestimmte Blutdrucksenker Krebs begünstigen können. Wie kommen solche Verdächtigungen zustande und wie begründet sind sie? Schließlich: Was bedeutet das für Sie als Patient oder Patientin?

Seit Sommer 2018 gibt es eine offizielle Empfehlung, auch Jungen gegen humane Papillomaviren zu impfen, die mit verschiedenen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden. Wie gut ist die Empfehlung durch Studien abgedeckt? Wir haben uns dazu die Datenlage genauer angesehen.

Für Krebsmedikamente darf nicht öffentlich geworben werden. Der Pharmahersteller Roche umschifft dieses Verbot: Auf der Webseite „Wissen-Immuntherapie“ stellt er allgemein das Konzept einer „neuen, zielgerichteten“ Therapie vor.

Wenn Krebskranke starke Schmerzen haben, wirken Opioid-Schmerzmittel wie Morphin gut schmerzlindernd. Könnte das Opioid Methadon, das hierzulande ausschließlich zur Drogenersatztherapie bei Opioid-abhängigen Menschen zugelassen ist, vielleicht sogar das Leben Krebskranker verlängern?

Wenn bei Brustkrebs eine Chemotherapie mit Zytostatika geplant ist, müssen Patientinnen damit rechnen, dass in der Folge die Haare ausfallen. Das ist zwar in der Regel nur vorübergehend, aber dennoch eine zusätzliche seelische Belastung. Viele Frauen entscheiden sich für eine Perücke, um den Verlust zu kaschieren.

Welch ein Segen, endlich können wir uns gegen eine extrem bösartige Erkrankung versichern: den Krebs. Perfekt!

Sie werden seit Jahrzehnten als alternative Mittel zur Behandlung von Krebs propagiert: Amygdalin und seine Abkömmlinge wie beispielsweise Laetrile. Amygdalin findet sich in Aprikosenkernen, in Bittermandeln und anderen Steinfrüchten. Im Körper kann aus Amygdalin die giftige Blausäure1 freigesetzt werden. Dass diese gezielt nur Krebszellen angreift, ist gefährlicher Unsinn.

Martin Bleif hat 528 Seiten über das Leiden an Krebs geschrieben. Er widmet sein Werk „Krebs. Die unsterbliche Krankheit“ seiner Frau Imogen – und all denen, die von Krebs betroffen sind. Und das sind hierzulande mehr als eine halbe Million Menschen. Warum schrieb er das Buch?

Wer im Internet den Suchbegriff „Krebs“ eingibt, findet eine Menge kurioser und nicht belegter Informationen zur Vorbeugung und Behandlung. Über das Netz verbreiten sie sich rasch und ungebremst, wie ein Virus. Krebserkrankungen werden sogar als „Strafe für Eitelkeit“ oder persönliche „Sünden“ dargestellt.

Bestimmte Merkmale in der Erbsubstanz eines Menschen können ein erhöhtes Krebsrisiko bedeuten. Da aber bei weitem nicht jeder Betroffene tatsächlich erkrankt, sind Tests auf solche „Tumorgene“ umstritten. Ist dagegen jemand an Krebs erkrankt, ist es bei manchen Tumoren unerlässlich, das Gewebe genetisch zu untersuchen – das Ergebnis kann für die Wahl der Therapie entscheidend sein.

Unser Körper braucht Selen. Aber wie so vieles Notwendige steckt auch Selen in der alltäglichen Nahrung. Und in der Regel genug. Dennoch wird dieses Spurenelement – auch Mikro­­nährstoff oder Mineralstoff genannt – meist als Nahrungsergänzung in Pillen vermarktet. Als so genannte Radikalfänger bewirbt es die Lebensmittelindustrie auf der Schiene „Gesundheitsprodukt“ für Supermarkt, Drogerie, Apotheke und Internet. Aber auch Mediziner ­­haben einige Hoffnung auf Selen gesetzt – etwa als Arzneimittel gegen Krebs, zum Schutz des Herz-Kreislauf-Systems und bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen. Was besagen die Studien dazu?

Alemtuzumab (MabCampath®) ist ein Antikörper zur Behandlung einer seltenen Form der Leukämie. Es hat sich gezeigt, dass dieses Arzneimittel wohl auch bei der Multiplen Sklerose (MS) wirksam ist.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Menschen an Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom), mehr als die Hälfte davon jenseits des 70. Lebensjahres.

Da hatten wir gerade vor dem angeblichen Krebsmittel Ukrain gewarnt (GPSP 2/2012, S. 14), und nun stärkt uns die Verbraucherzentrale NRW den Rücken

„Krebs kann rückgängig gemacht werden“, verspricht das ukrainische Institut für Krebsbekämpfung und weckt Hoffnungen.

„Der Hai – ein Mythos an Kraft, Stärke und Vitalität – hat eine bemerkenswerte Widerstandskraft. Sein Skelett besteht aus reinem Knorpel, denn er hat keine Knochen.“

Die Zahl der Anhänger von Grünem Tee nimmt zu – wahrscheinlich weil er schmeckt und Abwechslung in den Getränkealltag bringt. Da Grüner Tee Antioxidanzien enthält, werden ihm auch vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben, beispielsweise für Krebskranke. Aber auch das Gegenteil könnte der Fall sein.

Viele Menschen sind froh, dass heute Nichtraucherflüge die Regel sind und man in Restaurants essen oder arbeiten kann, ohne von Rauchschwaden umgeben zu sein. In den letzten Jahren haben gesetzgeberische Maßnahmen dafür gesorgt, dass die Zahl der Raucher stark abgenommen hat, und sie könnte noch weiter sinken, wenn der Ausstieg leichter gelänge. Doch der Tabakabhängigkeit zu entkommen, ist schwer.

Früher oder später steht fast jeder oder jede einmal vor der Frage, ob sie an einer Untersuchung teilnehmen wollen, deren Ziel es ist, einen bösartigen Tumor frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – oder seine Entstehung sogar zu verhindern.

Nachgefragt: Krebstherapie, Warum neue Medikamente so viel kosten – und doch häufig so wenig helfen

Vitamine haben ein gutes Image. Der Körper braucht sie – allerdings nur in relativ geringen Mengen und am besten als Bestandteil abwechslungsreicher Nahrung. Bestimmte Vitamine und andere Stoffe wirken antioxidativ. Als so genannte Nahrungsergänzung in größeren Mengen eingenommen, sollen sie den Körper „schützen“ und sogar Krebs verhindern. Doch das ist nur eine Theorie. Schäden durch große Mengen von Antioxidanzien sind dagegen belegt.

Gerade in der dunklen Jahreszeit versuchen viele Menschen, durch Räucherstäbchen und andere Duft­­erzeuger zu Hause eine Wohlfühlatmosphäre herzustellen.

Geschäfte mit der Angst, Betrügerische Krebstherapien werden selten geahndet

Von den rund 6.000 Sonnenstudios in Deutschland sind nur etwa 100 entsprechend den Anforderungen des Bundesamtes für Strahlenschutz zertifiziert.

Eine europaweite Organisation will sich für gerechten Zugang zu Krebsmedikamenten einsetzen. Es bestehen jedoch Zweifel, ob das Projekt wirklich vorrangig den Patienten dienen soll. „Cancer United“ wird komplett vom Pharmakonzern Roche finanziert.

Wie unabhängig ist der Diabetikerbund?

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Veröffentlicht: 6. Juli 2017

  • Das Erbe von Contergan

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