Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2010 / 06 S. 11a

Beipackzettel

Hilfe oder notwendiges Übel?

„Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie …“ Wenn das so einfach wäre. All zu oft strotzen die Beipackzettel von Medikamenten von medizinischen Fachbegriffen und die lange Liste der unerwünschten Wirkungen, den so genannten Nebenwirkungen, kann verunsichern. Wir geben einige Tipps, wie Sie besser mit Ihrem Beipackzettel klar kommen.

Packungsbeilagen haben eine wichtige Aufgabe: Sie sollen Ihnen wesentliche Informationen über Ihr Arzneimittel geben. Arzneimittelhersteller sind gesetzlich verpflichtet, über die Anwendungsgebiete, den richtigen Gebrauch, mögliche Probleme und unerwünschte Wirkungen zu informieren. Zweifellos sind viele Packungsbeilagen noch immer nicht patientenfreundlich. Aber es lohnt in jedem Fall, sich für die „Bleiwüste“ etwas Zeit zu nehmen. Sie haben den Nutzen.

Fragen Sie! Wenn Sie Fachbegriffe nicht verstehen, bitten Sie in der Apotheke oder bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin um Erklärungen.

Keine Angst! Die Liste der Nebenwirkungen ist häufi g lang, aber vielleicht werden Sie gar keine oder allenfalls nur die eine oder andere bei sich bemerken. Es müssen im Beipackzettel nämlich alle stehen, die je beobachtet worden sind, auch die seltenen (siehe Kasten). Der Vorteil: Wenn Ihnen während der Behandlung neue Beschwerden auff allen, können Sie zunächst im Beipackzettel nachschauen, ob das vielleicht am Arzneimittel liegt und dann gezielt Arzt oder Apotheker fragen.

Achten Sie auf praktische Tipps! Im Beipackzettel finden Sie Verhaltenshinweise, die zum Gelingen oder Scheitern der Behandlung beitragen: Gibt es zum Beispiel Speisen und Getränke, die sich nicht mit dem Medikament vertragen (z.B. Milch, Alkohol, Grapefruitsaft , siehe GPSP 5/2006, S. 2)? Wird die Wirksamkeit durch andere Medikamente, die Sie einnehmen müssen, beeinfl usst (Wechselwirkungen)?

Wenn etwas schief geht… Für alle Arzneimittel gibt es klare Regeln. Im Beipackzettel steht, wann und wie oft und in welcher Menge (Dosis) sie eingenommen werden sollten. Aber niemand ist perfekt. Im Beipackzettel steht oft auch, was Sie tun müssen, wenn Sie eine Tablette vergessen oder versehentlich zu viele geschluckt haben.




Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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Ausgabe Nr. 6 Nov./Dez. 2010

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